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Kathrinchen

Kathrinchen und andere Glückseeligkeiten

(Verfasser Kerstin Jacobs)

 
Das liebe Seelchen Kathrinchen saß zusammen mit Gott auf ihrer Himmelswolke. Das taten sie öfter, denn Gott war ein sehr geselliger Gott und besuchte gern alle seine Lieben. Sie tranken Tee und unterhielten sich über dieses und jenes. Sie sprachen über die Liebe, Glückseeligkeit und den Aufbau des Himmels. Mitten in  einem langen (aber sehr liebevollen) Vortrag von Gott, wie man die einzelnen Stufen der Glückseeligkeit erreichen konnte - vereinfacht ausgedrückt, wie man es schaffte, mit seiner Wolke immer höher aufzusteigen, um näher bei Ihm leben zu können -, wurde Kathrinchen immer unruhiger. Während einer kurzen göttlichen Schöpfungspause platzte es aus ihr heraus:
 
„Lieber Gott, gibt es eigentlich einen vernünftigen Grund dafür, warum ich nun schon seit so langer Zeit mit meiner Wolke hier festsitze? Mir brennt ja schon der Hintern. Ich habe das Gefühl, alle anderen Seelen ziehen an mir vorbei, nur ich sitze immer noch an dieser Stelle. Schau doch mal in Deinem Schöpfungsplan nach. Wahrscheinlich hast Du mich einfach hier vergessen!“
 
Kathrinchen spürte, wie ihr am ganzen Körper heiß wurde. Sie hatte das Gefühl, ihr Gesicht hätte die Farbe einer Tomate angenommen. Wie gut, dass man im Himmel nicht atmen musste, denn dazu wäre sie in diesem Moment nicht fähig gewesen. Während einer ihr endlos erscheinenden Pause, schaute Gott sie mit seinen gütigen Augen an. Endlich antwortete er: “So, mein liebes Seelchen, du glaubst also, ich hätte dich auf deiner Wolke vergessen. Und zwar schon so lange, dass dir mittlerweile der Hintern brennt? Wie unangenehm. So etwas ist mir ja bisher noch nie passiert. Verzeih mir bitte meinen Fehler. Am besten, du zeigst mir deine Aufzeichnungen von all den guten Erfahrungen, die du bisher schon gemacht hast und dann schauen wir, wie hoch deine Wolke aufgestiegen sein müsste.“
 
Eilig schaltete Kathrinchen den kosmischen Computer ein, der es ihnen ermöglichte, einen Blick auf die Erde zu werfen, wo ein Teil des Seelchens lebte, um zu lernen und neue Erfahrungen zu machen, damit ihre Wolke näher zu Gott kommen konnte.
                                              
 
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Schon in den Anfängen ihres Erdenlebens war Kathrinchen sehr engagiert und lebhaft. Sie rief oft nach ihrer Mutter, um ihr zu zeigen, was für ein großartiges Seelchen sie doch sei und was für unglaubliche Fähigkeiten sie mitgebracht hatte. Doch ihre Mutter konnte sie wohl nicht richtig verstehen, denn unglücklicherweise sprach Kathrinchen nur die Sprache des Herzens. Vielleicht hatte ihre Mutter so viele andere Dinge im Kopf, dass sie die Worte einfach vergessen hatte oder aber, was noch viel schlimmer war, es hatte ihr niemand diese Sprache beigebracht. Jedenfalls schien sie kein Wort zu verstehen.
 
Während das Seelchen weiterhin versuchte, ihren Eltern zu zeigen, was sie doch für ein wunderbares Wesen sei, bemühten diese sich, dafür zu sorgen, dass ihr Kind immer satt war, trockene Windeln trug und alles lernte, was man zum Leben brauchte. Sie vermittelten ihr Werte, die sie für wichtig erachteten und behüteten ihre Tochter nach besten Kräften, damit sie sicher durch´s Leben gehen konnte, genauso wie sie es auch selber gelernt hatten..
 
Kathrinchen gewöhnte sich allmählich an das Leben auf der Erde. Sie beschäftigte sich mehr und mehr mit ihrer Umwelt, entdeckte jeden Tag etwas Neues und erlernte ständig neue Fähigkeiten: etwas zu greifen war eine tolle Sache, stehen lernen machte riesigen Spaß, die Sache mit dem Löffel war klasse und zu laufen brachte ungeahnte Möglichkeiten; wenn da nicht immer wieder die Mama gewesen wäre, die aber auch wirklich überall eine Gefahr witterte. Anscheinend sah sie nicht, dass es genügend kleine Helfer gab, die dafür sorgten, dass Kathrinchen stets in Sicherheit war.
 
Endlich hatte das Mädchen zu sprechen gelernt und so versuchte sie es erneut ihren Eltern zu erklären, was für ein wunderbares Wesen sie doch sei, aber auch diesmal hörten Mama und Papa nicht richtig hin. Kathrinchen kam zu dem Schluss, dass ihre Ohren wohl verstopft sein mussten, anders konnte sie sich die Sache einfach nicht erklären.
 
Mehr und mehr begriff das Kind, dass ihre Eltern sie gut verstanden, solange sie sich in ihrer Welt bewegte, aber Kathrinchens Welt von allen anderen anscheinend nur sehr unklar oder gar nicht wahrgenommen wurde. Sie würde ihre Wünsche einfach zurückstellen, bis sie  erwachsen war, um die Sache dann selbst in die Hand zu nehmen.
 
 
 Da das Mädchen sehr ehrgeizig war, bemühte sie sich nach besten Kräften, den Vorstellungen ihrer Eltern und den allgemein gültigen Regeln der Gesellschaft gerecht zu werden. Sie war so damit beschäftigt, nach den Erwartungen ihrer Mitmenschen zu leben, dass sie ihre eigenen Ziele und Wünsche, die sie in dieses Leben mitgebracht hatte, fast völlig vergessen hatte.
 
Kathrinchen wuchs heran, verliebte sich und gründete schließlich ihre eigene Familie. „Jetzt bin ich endlich erwachsen“, dachte das Seelchen. Aber warum das so wichtig war, konnte sie sich nicht erklären. Außerdem hatte sie alle Hände voll zu tun: das Haus musste stets blitz blank sein, (was sollten sonst die Leute denken). Ihre Kinder hatten viele Wünsche, die sie nach besten Kräften zu erfüllen versuchte, Arbeiten gehen musste sie auch, denn von dem Geld ihres Mannes allein konnten sie all ihre Bedürfnisse nicht befriedigen und Hobbys gehören schließlich zum Leben auch noch dazu.
 
So war das arme Seelchen sehr beschäftigt, doch das störte sie kaum, denn in der Gesellschaft war es sehr angesagt, viel „um die Ohren“ zu haben. Sie fühlte sich zugehörig, da konnte es so falsch nicht sein.
Und doch, immer wenn sie zur Ruhe kam, überfiel sie so ein unbestimmtes Gefühl … .
Glücklicherweise kam das nur sehr selten vor. Sie bemerkte nur, dass es sie viel Kraft kostete, alle Anforderungen zu erfüllen.
 
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„Nun, mein Seelchen, beschreib mir doch einmal, welche Erfahrungen du bereits gemacht hast“, bat Gott das Kathrinchen und schenkte sich noch eine weitere Tasse Tee ein.
 
„Ich stelle fest, dass die Erde kein schöner Ort ist. Ich versuche, alles richtig zu machen, aber es ist keiner da, der mir sagt, was richtig ist. Ich wünsche mir so sehr Sicherheit in meinem Leben, aber egal was ich mir anschaffe oder wohin ich auch gehe, das Gefühl will sich einfach nicht einstellen. Und Gott, es ist so dunkel und kalt auf der Erde. Warum hast Du denn bloß das Licht der Liebe gelöscht? Alle meine Probleme wären gelöst, wenn nur das Licht der Liebe wieder brennen würde!“
 
  
„So, hab ich das?“, sprach Gott. „Wie dumm von mir. Dann lauf nur schnell, um es wieder anzuzünden“.
 
Eilig sprang Kathrinchen auf und flog zum großen Schalter, um das Licht der Liebe wieder einzuschalten Gott lehnte sich derweil gemütlich zurück und aß genüsslich noch ein Plätzchen. Nach einer Weile kam das Seelchen zurück zu ihrer Wolke. Mit hängenden Schultern stand sie vor Gott und berichtete: „Du hast das Licht der Liebe gar nicht gelöscht, im Gegenteil, es brennt heller als je zuvor. Aber warum fühle ich mich dann so allein und schutzlos auf der Erde?“
 
Gott bat das Seelchen einmal genau hinzuschauen. Kathrinchen holte ihr Erdenbild dichter heran und erschrak fürchterlich. Sie selbst war es, die die Verbindung zum Licht der Liebe unterbrochen hatte. Sie war so sehr damit beschäftigt gewesen, den äußeren Aufgaben gerecht zu werden, dass sie ganz vergessen hatte, auf ihr Herz zu hören. Und das Allerschlimmste war, dass auch das Licht ihrer Kinder bereits zu verlöschen begann.
 
„Bitte Herr, Du musst sofort einen göttlichen Impuls zu meinen Kindern schicken, damit ihr Licht wieder erstrahlt.“ „Das würde ich ja gerne tun“, sprach Gott, „aber deine Kinder sind wohl erzogen, sie folgen keinem Fremden, sie machen nur, was sie von dir lernen.“ Traurig ließ Kathrinchen sich auf ihre Wolke fallen. „Dann sind auch sie verloren, was kann ich denn schon tun, ich bin doch viel zu schwach“.
 „Wenn du die Macht hättest, was würdest du dann verändern?“, fragte Gott. „Ich würde wieder gut für mein Herz sorgen und immer darauf hören, was es sagt. Vielleicht, nach einer Weile, könnte ich dann das Licht der Liebe wieder spüren, um es an meine Kinder weiterzugeben. Dann wären sie gerettet. Doch leider habe ich diese Macht nicht. Ich bin doch nur ein kleines Seelchen auf dieser großen Erde“, antwortete Kathrinchen leise und eine Träne lief über ihre Wange.
 
Verschwörerisch beugte Gott sich zu ihr herunter und sprach: „Ich verrate dir etwas – und nur dir, weil du so traurig bist: Die Erde ist ein magischer Ort. Du kannst dort alles erreichen, wenn du nur bereit bist, den ersten Schritt zu tun. Und du wirst sehen, je mehr du dein Herz öffnest, umso mehr Hilfe wird dir auch zuteil“.
 
 
 Kathrinchen sah Gott mit großen Augen an. „Ich weiß nicht, ob ich das schaffe, ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen soll, was richtig und was falsch ist“.  Da schmunzelte Gott: „Ach mein liebes Seelchen. Es gibt doch gar kein „richtig“ oder „falsch“. Auf jedem deiner Wege machst du Erfahrungen, von denen du etwas lernen kannst. Wenn ich mich recht erinnere, bist du doch aus diesem Grunde auf die Erde gekommen, nicht wahr? Und wer hat denn gesagt, dass es immer leicht sein würde?“ Er lachte: „Ich glaube, die Menschen würden sagen, hättest wohl besser das Kleingedruckte gelesen.
Die Plätzchen sind alle und die Natur verlangt nach ihrem Recht – der Tee, du verstehst? Ich sollte jetzt wohl besser gehen. Es war schön, mit dir zu plaudern und ich freue mich auf unser nächstes Treffen. Mich selbst zum Gruß und bis bald“.
 
 
Nachdem Gott davon geschwebt war, machte Kathrinchen sich sofort an die Arbeit. Sie schickte einen Impuls an ihr Erden-Ich und noch einen und noch einen. Nach und nach wurde die Verbindung stärker  und das Seelchen merkte, wie sich ihr Leben auf der Erde veränderte.
 
Zunächst sorgte sie dafür, dass ihr Heim so gemütlich war, wie sie es wirklich brauchte. Das hatte zur Folge, dass ihre Familie viel mehr Zeit zuhause verbrachte. Sie sahen sich häufiger und redeten wieder mehr miteinander.
 
 Ein Teil ihrer alten Bekannten verabschiedete sich aus ihrem Leben, aber sie gewann auch liebe Freunde hinzu. Sie achtete besser darauf, was ihr Herz ihr sagte und es wurde tatsächlich immer leichter, die Impulse zu hören. Ihnen zu folgen blieb oft schwierig, war aber nie unmöglich. Und das Schönste war, ihre Kinder lernten tatsächlich einiges von ihr, genauso wie Gott es gesagt hatte. Und sie musste sie dafür gar nicht ermahnen oder belehren, es einfach vorleben reichte völlig aus. Das kleine Seelchen war sehr stolz auf sich und all ihre Erfahrungen.
 
Kathrinchen saß noch häufig mit Gott zusammen. Sie tranken ihren Tee, aßen Plätzchen und lachten viel. Und zu jedem dieser Treffen erschien Gott etwas früher, denn ihre Wolke stieg höher und höher hinauf.
 
 
 
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